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Laut der „Berliner Zeitung“ waren im letzten Jahr über 3 Millionen Menschen neben dem Hauptberuf noch in einem Nebenjob tätig. Die Gründe dafür sind durchaus unterschiedlich. So möchten manche ein zusätzliches Einkommen, um sich gezielt einen Wunsch zu erfüllen. Eine größere Urlaubsreise etwa oder das langersehnte
Motorrad. Für viele ist es die reine Notwendigkeit, einen zusätzlichen Job auszuüben, weil der Hauptberuf einfach zu wenig abwirft. Hier sind es dann die immer gleichen Ursachen: Kein Vollzeitjob, eine miese Bezahlung, oder – gar nicht selten – die Kombination aus beiden. Wieder andere wollen sich ein zweites Standbein aufbauen.

Wer jobbt?

Bei Zweitjob mag man zunächst an Putzen gehen denken, oder an den jungen Mann an der Kasse in der Tankstelle, oder die Kollegin, die abends Regale im Drogeriemarkt auffüllt. Tatsächlich jedoch sind ein großer Teil der Doppeljobber Akademiker. Lehrer, Künstler, Juristen oder Ärzte. Die Tätigkeiten reichen von Fachartikel schreiben, bis zum Bedienen in der Kneipe.

Nebenjob, Ist das erlaubt?

Grundsätzlich ist es kein Problem – zumindest rechtlich – einen Nebenjob zu haben. Wichtig ist es jedoch, einen Blick in Ihren Arbeitsvertrag des Hauptjobs zu werfen. Oft sind hier Klauseln, wonach vor Aufnahme einer zusätzlichen Tätigkeit, das OK des Arbeitgebers eingeholt werden muss, oder es muss ihm zumindest mitgeteilt werden. Meist ist hier auch noch ein Konkurrenzauschluß enthalten, das sollte sich eigentlich von selbst verstehen. Sie dürfen nicht die Woche über im BMW-Autohaus arbeiten und dann am Wochenende VW verkaufen. Generell verbieten darf der Chef eine Nebentätigkeit jedoch nicht.

Auch im Urlaub ist es erlaubt, einen Zweitjob auszuüben. Hier ist jedoch zu beachten, dass nicht der gesamte Urlaub dazu benutzt wird. Den Urlaub bekommt der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber ja bezahlt, um sich zu erholen.

Das geht nicht

Absolut tabu ist der Zweitjob allerdings, wenn man krankgeschrieben ist. Theoretisch ist es zwar denkbar, dass man durch die Krankheit den Hauptjob nicht ausüben kann, den Zweitjob jedoch schon. Zum Beispiel können Sie mit einem verstauchten Knöchel nicht als Dachdecker arbeiten, am Schreibtisch im Zweitjob aber schon. Allerdings macht das keinen guten Eindruck und leicht können da falsche Schlüsse gezogen werden. Also, krank ist krank – in beiden Jobs.

Der Vorteil eines Zweitjobs, sofern es sich um einen „Minijob“ handelt, ist der, dass der Verdienst steuerfrei bleibt, also 400 Euro brutto für netto.


 

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